Stadtteilführungen

Stadtteilführungen

Individuell geführte Touren zu verschiedenen Stadtteilen

1Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Wer ans Bahnhofsviertel denkt, denkt meist immer nur an die gleichen Klischees: Drogen, Prostitution, kriminelle Jungs… Alles das gibt es, aber noch viel mehr!

Erstaunlich, was es alles noch sonst im kleinsten Stadtviertel von Frankfurt zu entdecken gilt. Neben Drogendruckräumen und Laufhäusern gibt es vor allem ganz viel Kultur und spannende Geschichten, die um die vier Ecken des Viertels gestrickt sind. Wer würde zum Beispiel ein Museum auf der Münchner Straße vermuten, dass Oskar Schindler am Bahnhofs gelebt hat oder in der Elbestraße die Künstlervereinigung Basis, die jungen Künstlern von noch nicht ganz so großem Rang eine Plattform bietet? Warum das Stadtviertel im Zweiten Weltkrieg von Bomben verschont blieb und wo die ersten Kabinenhotels entstanden? Wo gibt es den besten Fisch zu kaufen und wo kann man die Nacht mit Merenge und Salza durchtanzen?  

Die Führung durchwandert das Bahnhofviertel an seinen spannendsten Stellen: Treffpunkt der Hauptbahnhof, der dem Viertel um die Jahrhundertwende seinen Namen gab, aber gar nicht selbst zum Bahnhofsviertel dazugehört. Kaiserstraße und Münchner Straße waren in der guten alten Zeit die Prachtstraßen, auf denen man Luxus und Amüsement fand. Jenseits des Brühls, des ehemaligen Pelzverarbeitungszentrums am Platz der Republik, stand das historische Hochgericht, an dem die bösen Buben baumelten. Heute ist die Ecke das Rotlichtmilieu, in denen die meisten Laufhäuser Frankfurts stehen.

Zwischen der Taunusstraße und der Kaiserstraße führt der Weg weiter nach Klein-Bollywood, der sogenannten Kaiserstraße, in der sich vor allem das indisch-pakistanische Bahnhofsviertel mit den wunderbar farbenfrohen Geschäften befindet. Exotische Gewürze, edle Sari-Stoffe und die neusten Trendläden haben sich hier angesiedelt. Auf der Kaiserstraße angekommen sieht deutlich die urbane städteplanerische Veränderung, die das Gesicht des Viertels radial die nächsten Jahre wandeln wird. Millionenbauprojekte, neue Infrastruktur und vor allem Gentrifizierung ist an jeder Ecke spürbar.

Alleine auf der multikulturellsten Straße Frankfurts, der Münchner Straße, bräuchte man Stunden, um alles und jeden gebührend vorzustellen: Hier ist heute immer noch das Handwerk zuhause, ganz wie in früherer Zeit. In den vielen Hinterhöfen der Münchner findet man alles, was einem zum Leben fehlt und was einen glücklich macht. Geschäfte, freundliche Menschen, gesunde Lebensmittel – oftmals eine Entdeckungsreise nicht nur für die Augen.

Eine extrem spannende Führung zwischen den gängigen Klischees, den neuesten Bars und Restaurant, viel Kunst und Kultur – einfach das schönste Viertel von ganz Frankfurt!

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Irish Pub Ecke Münchner Straße Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Dauer: circa 1,5-2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja
Besonderheiten: Keine

2Gutleut und Westhafen – Von den ehrlichen Leuten am Main

Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Das Gutleut ist gerade einmal 120 Jahre alt und hat in so kurzer Zeit eine gewaltige Veränderung hinter sich gebracht: Früher Einwandererviertel armer Arbeiter, heute Einwandererviertel Neureicher, die dem ehemaligen Hafengebiet ein völlig neues Gesicht gegeben haben. Das Gutleut war in den 1980er Jahren noch ein sozialer Brennpunkt, der sich mittlerweile zu einem Vorzeigeviertel gewandelt hat. Im Hafengebiet, wo im Kaiserreich noch schwer geschuftet wurde, finden sich heute luxuriöse Lounges, teure Apartmentwohnungen und eine beeindruckende Uferpromenade mit modernsten Hochhäusern, die viele Spaziergänger und Radfahrer anzieht. Der Architekt Christoph Meckler hat hier beeindruckende Spuren eines innovativen Stadtviertels hinterlassen. Doch das Gutleut hat mehr zu bieten, als teure Seniorenstifte und Hipster- Cocktaillounges, in denen C-Promis die Nächte durchfeiern.
Es steht für das ehemalige Viertel der hart schuftenden Hafenarbeiter, den sozialen Brennpunkten, für die sich der Friedenspfarrer Martin Jürges eingesetzt hatte und immer wieder forderte, neue Infrastrukturen zu bauen, um die Gutleut-Bevölkerung zusammenzuführen. Die Gutleutkaserne ist ein lebendiges Beispiel für das preussische Frankfurt. Weitere Schwerpunkte auf der Führung unter anderem der Frankfurter Stromerzeuger Mainova, das Industriedenkmal von 2011, dem umgebauten Druchwasserwerk von William Lindley und der Busbahnhof, der täglich neben dem Hauptbahnhof, tausende von Menschen transportiert.

Treffpunkt: Hauptbahnhof Ausgang Südseite, Mannheimer Straße, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Druckwasserwerk im Osthafen, Rotfeder-Ring 16, 60327 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja
Besonderheiten: Keine

3Gallus – Verkannte Heimat – Zwischen Industriekultur und Multikulturalität

Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Fragt man dich, wo du in Frankfurt wohnst und du sagst Gallus, hast du schon einen besonderen Ruf weg. Eigentlich müsste man nämlich sagen, man wohnt im Kamerun, denn der Einheimische, sagt niemals Gallus, schon gar nicht Gallusviertel. Alles hat mit dem Bau des Hauptbahnhofs begonnen, der kleine Bahnbeamte und Arbeiter anzog. Daher ist der Ausgangspunkt der Führung durchs Gallus der Hauptbahnhof.
Geprägt ist die starre Struktur des langgezogenen Quartiers an der Mainzer Landstraße durch die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts. Zeitgleich mit dem Hauptbahnhof entstand ein Immigrationsviertel armer Arbeiter, die sich bei der Hochindustrie vor den Toren der Altstadt noch oben arbeiteten. Eisengießereien, Großdruckereien und Zeitungen, wie die FAZ, Industriebetriebe, wie MATRA-Werke, Teves- und Adlerwerke sicherten zehntausenden Menschen ihr tägliches Brot. Besonders die Wasserhäuschenkultur ist mit dieser Entwicklung verbunden, da es Anfang des 20. Jahrhunderts kaum Infrastruktur im Gallus gab. Die Arbeiter in früherer Zeit lebten in extremen Verhältnissen, bis Arbeitgeber wie Heinrich Kleyer eigens für ihre Arbeiter moderne Wohnsiedlungen bauen lies.
Das Gallus, von je her ein sozialer Brennpunkt, hat mehr jedoch zu bieten als Klischees über Rockerbanden, Drogen und Beschaffungskriminalität. Im Quartier steht Frankfurts älteste Feuerwache, um die Ecke an der Warte ist eine Deutsche Fussballlegende aufgewachsen, die Gründerin des Deutschen Frauenfussballvereins Lotti Specht.
Momentan steht das ganze Gallus im Zeichen der Gentrifizierung: Durch das neue Europaviertel, dass auf dem Gebiet des ehemaligen Güterbahnhofs liegt, erfährt das Stadtviertel die kommenden Jahre eine tiefgreifende, nachhaltig Veränderung, die sich schon jetzt erkennen lässt. Das moderne Einkaufszentrum Skyline Plaza ist hierfür der beste Beweis. Die Frankenallee, die grüne Lunge des Kamerun präsentiert sich gerade für junge Familien mit Kindern als idealer Lebensraum, um sich wirklich wohl zu fühlen.
Weitere Highlights während der Führung sind zum Beispiel das alte Polizeirevier am Platz der Republik, die historische Galluswarte und die Neubauprojekte entlang der Mainzer Landstraße. Das Gallus ist erst auf den zweiten Blick liebenswürdig, erkennt man aber seine Schönheit, ist es ein Quartier, das man nicht mehr missen möchte.

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Saalbau Gallus, Frankenalle 111, 60326 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Nein
Besonderheiten: Bitte ein gültiges RMV-Einzelfahrtticket für die Trambahn mitbringen

4Frankfurter Altstadt

Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Tourenbeschreibung folgt umgehend!

Treffpunkt: iTrafiQ-Häuschen Hauptwache, Zeil 129, 60313 Frankfurt
Endpunkt: Kaiserdom St. Bartholomäus, Domplatz 1, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 1,5-2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja
Besonderheiten: Keine

5Leipziger Straße Bockenheim

Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Die Leipziger Straße – eine Straße voller Kontraste und Veränderungen. Unweit des ehemaligen Campus Bockenheim gelegen, führt die Leipziger von der Bockenheimer Warte zum Hülya-Platz. Recht und links daneben gibt es unglaublich vieles zu entdecken, dass die Vergangenheit und Zukunft bereithält. Die Leipziger war immer am Puls der Zeit, sei es im Kaiserreich mit der Exzesshalle und dem Titaniasaal, in den 1960ern mit der Hausbesetzerszene und den neuen Einkaufstempeln wie dem Bilka, oder heute mit dem Kulturcampus Bockenheim.

Um 1880 hieß die Leipziger Straße noch Frankfurter Straße, war die doch die Zugangsstraße in und vom Ausland, denn Bockenheim war noch nicht eingemeindet und für den Frankfurter fing an der Bockenheimer Warte eine andere Kultur und Mentalität an. Zeitzeugen dieser fernen Epoche sind beispielweise das fünfeckige Delkeskampsches Haus und die Bockapotheke. Dessen Namensgeber hatte als Marketingidee, seine Medikamente mit einem Bollerwagen auszuteilen, der von einem tierischen Namensvetter gezogen wurde. Nach der Arbeit lies er die anwohnenden Kinder ziehen – so machte er sich und seine Apotheke stadtbekannt.

Heute ist die Leipziger Straße eine moderne Einkaufsstraße, die der Berger Straße in Bornheim in nichts nachsteht. Sie steht vielleicht für eine der Straßen in Frankfurt, die sich durch Millionenbauprojekte und den Wegfall der Universität in Bockenheim am Meisten verändern wird, von einer studentisch geprägten Straße, in eine modere Einkaufszeile. Dennoch ist und bleibt sie voller Tradition und Geschichte: Davon zeugen alleine die alteingesessenen Familienunternehmen, wie das Reformhaus Freya, der Konditorei Euben und die berühmte Kaffeerösterei Stern von Hermann Wiesmüller. Ohne sie wäre die Leipziger Straße nicht das, was sie ist.

Treffpunkt: Café Extrablatt an der Bockenheimer Warte, 60325 Frankfurt
Endpunkt: Hülya-Platz, 60486 Frankfurt
Dauer: circa 1,5-2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja
Besonderheiten: Keine

6Offenbach für Frankfurter – Überlebenstraining für Frankfurter

Bahnhofsviertel (Multikulturell/Rotlicht und Quartier im Wandel)

Tourenbeschreibung folgt umgehend!

Treffpunkt: Westhafen Tower, Speicherstraße, 60327 Frankfurt
Endpunkt: Sommerhoffpark, Gutleutstraße / Ecke Camberger Brücke, 60327 Frankfurt
Dauer: circa 1,5-2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja
Besonderheiten: Keine

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok