Historische Führungen

Historische Führungen

Individuell geführte Touren zum Thema Geschichte

1Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Bei dem Rundgang durch die Frankfurter City steht alles im Zeichen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Von Frankfurt kann man halten was man will, aber man muss den alten Ratsherren mit Recht zubilligen, dass sie niemals Frauen oder Männer aus Aberglauben oder schnellen Urteilen auf den Scheiterhaufen geschickt haben. Ganz im Gegenteil! Auch wenn es in Frankfurt keine Todesurteile gab, gab es natürlich Hexenprozesse und das nicht zu wenig. Wo lag beispielsweise das Hexenplätzchen und warum war eine gewöhnliche Hinrichtung am Hochgericht auch immer gleichzeitig Volksfeststimmung?

Der Henker in Frankfurt war eine ambivalente Persönlichkeit: Diente er mit seinem grausamen Handwerk doch der Wahrheitsfindung, der Folter, war er als letzte juristische Instanz Arm der Hinrichtung. Jedoch suchte man ihn auch auf, wenn man krank wurde oder Kosmetika beziehen wollte. Er war Beschützer der Frankfurter Dirnen und einer der wenigen, der eine umfassende Bildung in allen Dingen besaß. Er kümmerte sich aber auch im die Abortgruben der Altstadt und versorgte die Offenbacher Gerber mit dem besonderen Saft.

Lassen sie sich in die Welt des Mittelalters entführen und erfahren sie mehr darüber, warum in früherer Zeit niemand auf dem Galgenfeld leben wollte, wie man folterte und warum es im eigentlichen Sinne gar keine Frankfurter, sondern nur genetische Offenbacher gibt? Viel schwarzer Humor rundet die Führung im Besondern ab.

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Hainer Hof am Dom, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Nein!
Besonderheiten: Bitte ein gültiges RMV-Einzelfahrtticket für die Trambahn mitbringen

2Von der Lust – Liebe, Sexualität und Prostitution in Frankfurts Mittelalter

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Wer hat mit wem und wie in früherer Zeit? Die Führung steht ganz im Zeichen der Lust und Liebe. Wann heiratete der Frankfurter und was musste er alles für seine zukünftige Ehe wissen. War er wirklich so lasterhaft, wie immer behauptet wird? Oh ja, das war er definitiv, deshalb die Spurensuche nach der ehemaligen Badehäusern, in denen der Frankfurter sein halbes Leben verbracht hat, denn er war nicht, wie immer behauptet wird, so schmuddelig.
Von Frankfurt wurde in früherer Zeit aber auch behauptet, dass neben der Messe die Haupteinnahmequelle der Stadt und der Kirche die käufliche Prostitution sei, da es mehr Dirnen als Männer innerhalb der Stadtmauern gab. Im sogenannten Rosenthal, in dem die meisten Kirchen und Klöster standen, standen auch die Bordelle und Würfelstuben, in denen die „Geldtöchter und Horen“ auf Kunden warteten. Aber wie wurde man überhaupt eine Dirne und warum waren sie die wichtigsten Glücksbringer der Freien Reichsstadt? Wie lebte man als Wanderhure und was hat der Frankfurter Henker mit der Dirnenzunft zu tun?
Ein anders großes Thema auf dem historischen Rundgang ist die Liebe: Warum heiratet man nicht einfach den- oder diejenige, die einen glücklich gemacht hätte? Was musste die junge Frau alles wissen, um die erste Hochzeitsnacht mit ihrem Ehemann zu verbringen? Sex würde Spaß machen, wenn er erlaubt wäre, jedoch diente der Geschlechtsverkehr lediglich zum Kinderkriegen und Frauen waren ohnehin daran schuld, dass ihre Männer nicht mehr in paradiesischen Gefilden lebten. Die Männer gingen daher zu den Dirnen und wurden aktiv von der Kirche dahingegen moralisch unterstützt.
Sex, Kinderkriegen, Prostitution, Verhütung und Sexspielzeuge – eine Führung, die es in sich hat!

Treffpunkt: Rathaus Römer, Römerberg 27, 60311 Frankfurt
Endpunkt: Liebfrauenberg, Neue Kräme, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja!
Besonderheiten: Keine

3Geschichten aus der jüdisch-christlichen Nachbarschaft – Mittelalter in Frankfurt

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Im Mittelalter lebten Juden und Christen Tür an Tür um den Domhügel und die Altstadt herum. Man traf sich in den Tavernen und erzählte Geschichten und Alltägliches. Grund genug, einmal auf Spurensuche zu gehen, welche Geschichten von früher eigentlich noch im Gedächtnis der Frankfurter Altstadt erhalten sind.
In einer mittelalterlichen Stadt, die durch enge Gassen und wenig Tageslicht geprägt ist, gibt es zum Beispiel die Geschichten um Wunder und Sagen, die alle kennen: Aber wer kennt schon die Legenden der heiligen Wundermänner- und frauen, die mit dem Namen Gottes schwere Krankheiten heilen konnten oder sich mit einer Tarnkappe verstecken, ja sogar Feuerdämonen bezwingen konnten.
Haben sie schon mal vom Messias aus Offenbach gehört? Nein, einer der vielen Gründe, warum wir zu unserer geliebten Nachbarstadt eine solche Hassliebe haben.
Warum ging der normale Frankfurter Bürger lieber zu einer jüdischen Ärztin und nicht zum überteuerten Medicus oder zum Hodenschneider? Wie lebte eine ganz normale Familie mit knapp zwanzig Mitgliedern am Römerberg in einem Fachwerkhaus mit gerade einmal 15 Quadratmetern? Das muss sehr beengend gewesen sein… Oder warum liebte Rabbi Isaak nur christliche Patrizierwitwen und wurde trotzdem er ins Exil geschickt wurde, in Frankfurt begraben? Warum neigten die ganz normalen Frankfurter in früherer Zeit eher dazu, Alkohol zu trinken und nicht Brunnenwasser? Wie lieferte der Postreiter die Briefe aus, als es noch keine Hausnummern gab? Alles spannende Geschichten, um die es auf der Führung gehen wird.
Der Rundgang wird mit einem Besuch auf dem mittelalterlichen Friedhof an der Battonnstraße abgerundet, auf dem viele der Wunderheiligen begraben liegen.

Treffpunkt: Rathaus Römer, Römerberg 27, 60311 Frankfurt
Endpunkt: Friedhof Battonnstraße, Börneplatz, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Bedingt, da Friedhof keine festen Wege besitzt
Besonderheiten: Männer brauchen für den Besuch des Friedhofs eine Kopfbedeckung

4Von Strauchdieben, Meuchelmördern und diebischen Mönchen - Kriminalfälle im Frankfurter Mittelalter

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Tourenbeschreibung folgt umgehend!

Treffpunkt: ...
Endpunkt: ...
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja!
Besonderheiten: Keine

5Frankfurter Krimitour – Tatort Frankfurt - Vom Hammermörder und dem Mädchen Rosemarie – Verbrechen & Verbrecher in der Neuzeit

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Gemordet wurde in Frankfurt schon immer und ein paar der bekanntesten Kriminalfälle werden auf dem Stadtrundgang Tatort wieder aufgerollt. Spannend schaurige Geschichten von Neid, Missgunst, Mord und Totschlag erwarten Sie.

Immer noch unaufgeklärt, der Mord an der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt, die vor fast sechzig Jahren in ihrer Wohnung am Eschenheimer Turm umgebracht wurde.

DEr Hammermörder, der im Anlagering mit einer schweren Tatwaffe Männer erschlug oder wie sich der Immobilienunternehmer Dr. Jürge Schneider in Frankfurt einen "Namen" machte.

Natürlich steht aber auch Susanna Margaretha Brandt, Goethes Gretchen, auf der Liste und wie man in früherer Zeit Gefangene behandelte und wo sie untergebracht waren.

Die Baader-Meinhof-Bande steht ebenso auf dem Programm, wie die Ermordung des Kavierhändlers Lichtenstein.

Freuen Sie sich auf eine spannende Krimitour durch Frankfurt!



Treffpunkt: iTraffiQ-Häuschen an der Hauptwache
Endpunkt: Römerberg
Dauer: circa 1,5 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja!
Besonderheiten: Auf Wunsch kann auch ein Besuch in alten Polizeigefängnis auf dem Klapperfeld vereinbart werden.

6Frankfurter Brunnen und Denkmäler – Geschichten vom plätschernden Nass

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Wer hat mit wem und wie in früherer Zeit? Die Führung steht ganz im Zeichen der Lust und Liebe. Wann heiratete der Frankfurter und was musste er alles für seine zukünftige Ehe wissen. War er wirklich so lasterhaft, wie immer behauptet wird? Oh ja, das war er definitiv, deshalb die Spurensuche nach der ehemaligen Badehäusern, in denen der Frankfurter sein halbes Leben verbracht hat, denn er war nicht, wie immer behauptet wird, so schmuddelig.
Von Frankfurt wurde in früherer Zeit aber auch behauptet, dass neben der Messe die Haupteinnahmequelle der Stadt und der Kirche die käufliche Prostitution sei, da es mehr Dirnen als Männer innerhalb der Stadtmauern gab. Im sogenannten Rosenthal, in dem die meisten Kirchen und Klöster standen, standen auch die Bordelle und Würfelstuben, in denen die „Geldtöchter und Horen“ auf Kunden warteten. Aber wie wurde man überhaupt eine Dirne und warum waren sie die wichtigsten Glücksbringer der Freien Reichsstadt? Wie lebte man als Wanderhure und was hat der Frankfurter Henker mit der Dirnenzunft zu tun?
Ein anders großes Thema auf dem historischen Rundgang ist die Liebe: Warum heiratet man nicht einfach den- oder diejenige, die einen glücklich gemacht hätte? Was musste die junge Frau alles wissen, um die erste Hochzeitsnacht mit ihrem Ehemann zu verbringen? Sex würde Spaß machen, wenn er erlaubt wäre, jedoch diente der Geschlechtsverkehr lediglich zum Kinderkriegen und Frauen waren ohnehin daran schuld, dass ihre Männer nicht mehr in paradiesischen Gefilden lebten. Die Männer gingen daher zu den Dirnen und wurden aktiv von der Kirche dahingegen moralisch unterstützt.
Sex, Kinderkriegen, Prostitution, Verhütung und Sexspielzeuge – eine Führung, die es in sich hat!

Treffpunkt: iTrafiQ-Häuschen Hauptwache, Zeil 129, 60313 Frankfurt
Endpunkt: Kaiserdom St. Bartholomäus, Domplatz 1, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 1,5 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja!
Besonderheiten: Keine

7Als Frankfurt preussisch wurde - mit dem Baedeker durch Frankfurts Kaiserzeit

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Wer hat mit wem und wie in früherer Zeit? Die Führung steht ganz im Zeichen der Lust und Liebe. Wann heiratete der Frankfurter und was musste er alles für seine zukünftige Ehe wissen. War er wirklich so lasterhaft, wie immer behauptet wird? Oh ja, das war er definitiv, deshalb die Spurensuche nach der ehemaligen Badehäusern, in denen der Frankfurter sein halbes Leben verbracht hat, denn er war nicht, wie immer behauptet wird, so schmuddelig.
Von Frankfurt wurde in früherer Zeit aber auch behauptet, dass neben der Messe die Haupteinnahmequelle der Stadt und der Kirche die käufliche Prostitution sei, da es mehr Dirnen als Männer innerhalb der Stadtmauern gab. Im sogenannten Rosenthal, in dem die meisten Kirchen und Klöster standen, standen auch die Bordelle und Würfelstuben, in denen die „Geldtöchter und Horen“ auf Kunden warteten. Aber wie wurde man überhaupt eine Dirne und warum waren sie die wichtigsten Glücksbringer der Freien Reichsstadt? Wie lebte man als Wanderhure und was hat der Frankfurter Henker mit der Dirnenzunft zu tun?
Ein anders großes Thema auf dem historischen Rundgang ist die Liebe: Warum heiratet man nicht einfach den- oder diejenige, die einen glücklich gemacht hätte? Was musste die junge Frau alles wissen, um die erste Hochzeitsnacht mit ihrem Ehemann zu verbringen? Sex würde Spaß machen, wenn er erlaubt wäre, jedoch diente der Geschlechtsverkehr lediglich zum Kinderkriegen und Frauen waren ohnehin daran schuld, dass ihre Männer nicht mehr in paradiesischen Gefilden lebten. Die Männer gingen daher zu den Dirnen und wurden aktiv von der Kirche dahingegen moralisch unterstützt.
Sex, Kinderkriegen, Prostitution, Verhütung und Sexspielzeuge – eine Führung, die es in sich hat!

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Neue Kräme Richtung Römerberg, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Ja!
Besonderheiten: Keine

8Frankfurt im Dritten Reichen zwischen Wahnsinn und Wiederstand

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

on Frankfurt wird immer gesagt, dass es eine der liberalsten und freiheitsliebenden Städte der Republik sei und auch immer war. Man könnte das für die Zeit des Nationalsozialismus so beschreiben: „Die Frankfurter haben die Nazis gehasst und die Nazis die Frankfurter!“
Das Frankfurt zwischen 1933 und 1945 ist geprägt durch gewaltige Veränderungen: Man ist sich seines Lebens nicht mehr sicher, wenn man anders denkt, als die Nationalsozialisten es vorschreiben. Davon haben sich aber die vielen Frankfurter nicht abhalten lassen, Widerstand entgegenzusetzen. Sei des die „Rote Liste“ der verbotenen Kommunisten im Bahnhofsviertel, die SPD´ler aus dem Fischerfeld, die vielen christlichen Gruppierungen, die nicht mitansehen wollten, wie ihre Freunde, Verwandte und Nachbarn diskriminiert und misshandelt wurden, denn wenn es ging, hat der Frankfurter Widerstand geleistet.
Doch wer regierte in dieser Zeit den Römer und wie sah das Stadtbild zu dieser Zeit aus? Wo waren die Niederlassungen der damaligen braunen Schergen, der SA und SS, der Gestapo und anderer NS-Einrichtungen? Wie sollte das neue, das nationalsozialistische Stadtbild aussehen, denn in der Zeit der Nazis wurde schon viel gebaut und gentrifiziert, aber eben nur für die Parteigenossen.
Die Führung will aber auch einzelne Frankfurter vorstellen, die mit ihrem leuchtenden Beispiel in einer Zeit der Dunkelheit vorangeschritten sind, um ein Zeugnis abzulegen, sich für seinen nächsten einzusetzen, sein Leben zu riskieren. Um nur einige Namen zu nennen, die mit Frankfurt verbunden sind: Valentin Senger und seine Familie, den Widerstandkämpfer Paul Appel, Oskar Schindler, der in der Nachkriegszeit die letzten Jahre seines Lebens in Frankfurt verbracht hat, Herschel Grynszpan, der durch das Attentat auf Ernst vom Rath den Nationalsozialisten den Vorwand für die Reichspogromnacht 1938 lieferte. In Frankfurt haben aber auch Naziverbrecher wie Josef Mengele tiefe Narben hinterlassen, kam er doch hier während seiner Doktorarbeit mit den Gedanken von Erbgut und Rassehygiene in Kontakt.

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Gedenkstätte Börneplatz, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 2-2,5 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Nein
Besonderheiten: Bitte ein gültiges RMV-Einzelfahrtticket für die Trambahn mitbringen

9Leben zwischen den Extremen - Bunker, Zivilschutzanlagen und Musikkultur im Beton

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

In fast jedem Stadtteil Frankfurts fügt sich in die Bebauung ein Relikt der Vergangenheit ein, das für Fliegeralarm und Bombenkrieg steht – es sind die alten Schutzbunker aus der Nazizeit, die für unterschiedlichste Zwecke ab 1941 gebaut wurden. Sie dienten nicht nur der Zivilbevölkerung als Schutzraum, sondern sollten auch kriegswichtige Produktionsstätten und –lager schützen. Doch wie sah das Leben in einem solchen überdimensionalen Betonklotz aus? Dicht gedrängt bangte man neben Wildfremden um sein Leben, höre die Bomben immer näher kommen und explodieren. In der Nachkriegszeit dienten die hässlichen Gebäude beispielsweise als Übergangslager für Heimatlose, als Flohmarkt oder zum Zwecke der Lagerung ganzer Archivbestände.
In der Neuzeit wurden die alten Bunker wieder im Kalten Krieg reaktiviert und neue Anlagen aus dem Boden gestampft. Davon zeugt in Frankfurt die größte ABC-Anlage unter dem Hauptbahnhof, die aus Kostengründen als Parkhaus verwendet wird. Schaut man jedoch genau hin, erkennt man überall die Zeichen eines Atomschutzbunkers. Was braucht man beispielsweise alles, um in einer solchen Anlage acht Wochen leben zu können, wer organisiert und ist für die Menschen dort unten verantwortlich? Was wird in Gegenwart noch unternommen, um einer realen Bedrohung Herr zu werden?
In der Gegenwart sind diese alten und neuen Anlagen begehrte Immobilien, die für sehr viel Geld verkauft und zu Luxusapartments umfunktioniert werden. Der Endpunkt der Führung ist der Kulturbunker Schmickstraße im Osthafen, der ein gutes Beispiel für die heutige Verwendung eines Bunkers ist – hier haben Musiker eine neue Heimat gefunden – Grund genug, um hinter die Kulissen zu schauen.

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Kulturbunker Schmickstraße e.V., Schmickstraße im Osthafen, 60314 Frankfurt  
Dauer: circa 3 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Nein
Besonderheiten: Bitte ein gültiges RMV-Einzelfahrtticket für die Trambahn mitbringen

10Orte der Erinnerung – Stolpersteine und Mahnmale in Frankfurt am Main

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Dass in Frankfurt nicht alles Äppelwoi, Goethe oder Römerberg ist, davon zeugen die vielen Denkmäler und Mahnmale, die in der Stadt verteilt stehen. Sie erinnern uns an eine Zeit, in der eine demokratische Gesinnung, ein Anderdenken oder –sein, Mitgefühl oder kleine Freundschaftsdienste lebensgefährlich waren.
Die Führung zielt auf die Erinnungskultur ab und zeigt anhand eines roten Fadens, dass sie einer Wandlung unterliegt. In den 1960er Jahren, als das Erinnern an die nationalsozialistischen Verbrechen noch an den Rand gedrängt wurde, sind die Frankfurter anders mit dem Innern umgegangen, als unsere Generation, die nicht mehr auf Kollektivdenkmäler, sondern individuelles Gedenken setzt. Davon erzählen beispielsweise die unzähligen Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demning, die für das breite Spektrum der Verfolgung durch die Nazis stehen: Homosexuelle, Sinti und Roma, Juden, Zeugen Jehovas, geistig und körperlich behinderte Menschen, Widerstandskämpfer und politisch Andersdenkende, für all jene ist der Stolperstein ein Ort des ganz persönlichen Gedenkens Hinterbliebener oder Verbeigehender.
Die Route führt durch die Frankfurter Altstadt und sucht Plätze auf, die mit einzelnen Schicksalen verbunden sind. Das Denkmal der Bücherverbrennung auf dem Römerberg ist der Ausgangspunkt, denn wie Heinrich Heine gesagt hat: Da wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch früher oder später Menschen. Besucht werden unter anderem die Gedenkstätte Börneplatz, das Holocaustmahnmal an der Battonnstraße und das Denkmal der Opfer der Konzentrationslager an der Paulskirche.

Beim Rundgang werden aber auch kritische Themen angesprochen, wie zum Beispiel die Gedenktafel für die ermordeten Sinti und Roma in Frankfurt, deren Aufhängung über mehr als ein Jahrzehnt durch die Stadtpolitik verhindert wurde, da die Täter, die im Gesundheitsamt saßen, immer noch lebten. Verwunderlich ist, warum es immer heißt, dass diese Erinnerungskultur als touristischer Aspekt für die Stadt Frankfurt negativ ist – Erinnerung ist niemals negativ, sondern steht in einer modernen liberalen Stadt, in der 180 Nationen und Kulturen miteinander leben, immer an erster Stelle, denn ohne das Gestern gibt es kein Morgen.

Treffpunkt: Rathaus Römer, Römerberg 27, 60311 Frankfurt
Endpunkt: Friedhof Battonnstraße, Börneplatz, 60311 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Bedingt, da der Friedhof keine festen Wege besitzt
Besonderheiten: Männer brauchen für den Besuch des Friedhofs eine Kopfbedeckung

11Trümmer- und Nachkriegsfrankfurt - Phönix aus der Asche

Hexen und Henker – Gericht und Gesetz im Alten Frankfurt

Die Oma würde jetzt wieder mit dem Spruch kommen „Die gute alte Zeit – alles war kaputt, wir hatten nichts, waren aber glücklicher!“ War das so? Jain, Frankfurt lag nach dem Zweiten Weltkrieg zum großen Teil in Schutt und Asche. Von der wunderschönen historisch gewachsenen Altstadt blieben gerade einmal ein paar Fachwerkbauten wie das Haus Wertheym übrig, hingegen das Bahnhofsviertel weiträumig erhalten blieb, wie man es noch im Kaisersack sehen kann.
Als der Frankfurter OB Walter Kolbe noch höchstpersönlich am Römerberg die Trümmer beiseite räumte, entstanden überall in Frankfurt kleine Schwarzmärkte, auf denen alles gehandelt wurde, was das Leben leichter und erträglicher machte: Neben warmer Kleidung gab es Brennmaterial, das kurzerhand im Stadtwald gehauen wurde, Brot und Obst, Fleisch und Fisch, die Portionen waren viel kleiner, aber man bekam sie – vorausgesetzt, man hatte lange gespart – und zwar Zigaretten, die damalige Währung. An jeder Ecke ein neues Jösthäuschen, dass gute Ratschläge verteilte, wie man mit wenig lange auskommt.
Im Bahnhofviertel flanierten die GIs über die Mosel- und Kaiserstraße und „German Fräuleins“ am Arm. Die ersten Ausgehlokale wurden gegründet und die sogenannte Toleranzgrenze entstand um den Bereich Elbestraße, in der sich in den 1950ern die ersten Laufhäuser und Kabinenräumchen mit Gucklöchern befanden.

Der rote Faden der Führung zieht sich von der Kriegszerstörung über das Frankfurt der 1950er Jahre hin. Uns begegnen Zeitzeugen, wie Rosemarie Nitribitt, die damals schon Nerz trug, ein Mercedes-Cabriolet fuhr und für ein anders Frankfurt stand, wie das der vielen Witwen und ehemaligen Trümmerfrauen, die angefangen hatten, für knapp 40 Mark im Monat Akkordarbeit zu leisten.

Treffpunkt: Haupteingang des Frankfurter Hauptbahnhofs, Am Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Endpunkt: Irish Pub Ecke Münchner Straße Hauptbahnhof, 60329 Frankfurt
Dauer: circa 2 Stunden

Kinderwagen/Rollstuhlgerecht: Nein!
Besonderheiten: Keine!

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